| Den Anstoß für die Entdeckung der Neuen Medizin gab ein fürchterliches Ereignis: die tödlichen Schüsse auf Dr. Hamers Sohn Dirk 1978 auf Sardinien. Kurze Zeit später wurde beim verzweifelten Vater Hodenkrebs diagnostiziert. Nachdem er diesen überstanden hatte, begann er nachzuforschen, ob dieses Zusammentreffen von a) schwerer Schock und b) Krebserkrankung reiner Zufall war, oder ob sich dieses Muster möglicherweise auch bei anderen Patienten finden ließe. 1981 war es soweit, daß Dr. Hamer einen klaren und ausnahmslosen Zusammenhang bei mehreren hundert Krebspatienten festgestellt hatte. Zu jenem Zeitpunkt waren die 5 biologischen Gesetze größtenteils noch unbekannt. Nur die ersten beiden Gesetze, nämlich die "Eiserne Regel des Krebs" sowie die "Zweiphasigkeit aller Erkrankungen", waren gefunden. Aber auch die "Eiserne Regel des Krebs" war noch unvollständig, denn Dr. Hamer wußte damals noch nicht, daß diese "Eiserne Regel" sich keineswegs auf Krebs beschränkt,
sondern sich auch auf alle anderen Krankheiten (Ausnahmen: Vergiftungen, Erbkrankheiten etc.) erstreckt.
1984 erschien Dr. Hamers erstes Buch: "Krebs - Krankheit der Seele". Über den Untertitel "Kurzschluß im Gehirn" schreibt Dr. Hamer 10 Jahre später:
"...hatte ich diesen HAMERschen HERD in der konfliktaktiven Phase noch als Kurzschluß bezeichnet, weil wir über die bioelektrischen Vorgänge nichts wußten. Heute nenne ich ihn nicht mehr so, denn unter Kurzschluß verstehen wir im allgemeinen eine Störung des Programms. Das ist beim HAMERschen HERD aber nur bedingt der Fall. Wir können sagen, es ist eine Störung des normalen Programms, mit der der Organismus aber durchaus schon rechnet,daß die einmal eintreffen könnte: Aber schon das Wort Störung ist nicht angemessen, denn es ist eine Art Not- oder Sonderprogramm..."
Dies ist ein sehr häufiger Vorwurf, der darauf zurückzuführen ist, daß uns immer und immer wieder eingebleut wurde: Niemals gibt es nur EINE Ursache, alles ist multikausal - jedenfalls was die Ursache von Krankheiten betrifft. Das Denken in Risikofaktoren hat sich sowohl in der Schulmedizin als auch weiten Teilen der Alternativmedizin fest eingespielt. Dieses Denken war grundsätzlich auch vernünftig: Da niemals 100-prozentige Korrelationen zwischen einer bestimmten Gefährdung und einer bestimmten Krankheit gefunden wurden, wäre es unseriös gewesen, Krankheiten monokausal erklären zu wollen. Völlig anders verhält es sich, wenn bestimmte biologisch-medizinische Zusammenhänge bei jedem Krankheitsverlauf zutreffen. Dann handelt es sich um ein Naturgesetz. Naturgesetze auf dem Gebiet der Medizin sind für uns ungewohnt, wir kennen sie eher z.B. aus der Physik. Die Tatsache, daß die Schulmedizin größtenteils aus Hypothesen und allgemeinen Erfahrungswerten besteht, macht die "Neue Medizin" mit ihren Naturgesetzen aber keineswegs unseriös - das Gegenteil ist der Fall. Das Herumspekulieren hat ein Ende (obwohl im Detail noch vieles erforscht werden muß). Auf der Beachtung der so gefundenen biologischen Naturgesetze zu beharren, ist deshalb kein Dogmatismus, sondern ganz im Gegenteil die einzig wissenschaflich zulässige Methode.
Monokausal sind Krankheiten aber nur unter zwei wesentlichen Einschränkungen: Naturgesetze sind nur diejenigen Regeln der Neuen Medizin, die 1) in über 20.000 untersuchten Krankheitsfällen nie durchbrochen wurden (Sonderfall: Biologischer Sinn) und 2) von denen nicht erwartet werden kann, daß sie jemals durchbrochen werden. Daneben gibt es aber noch Regeln der NM, die nicht zu Gesetzen geworden sind: Auch diese haben sich zwar bei allen bisherigen Untersuchungen als ausnahmslos gültig erwiesen, aber Dr. Hamer will nicht mit letzter Sicherheit ausschließen, daß es die eine oder andere Ausnahme geben könnte (es handelt sich teilweise um medizinische Spezialgebiete, auf denen nur eine begrenzte Zahl von Untersuchungen stattfinden konnte).
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