Auf welche Fragen kann die Neue Medizin Antworten geben?
Instruktive Hinweise von Dr. Michel Henrard

Zum französischen Originaltext

Wir haben alle Jahre und Jahrzehnte der Gehirnwäsche hinter uns. Selbst Dr. Hamer gesteht ein, gelegentlich noch in alte Schemata zurückzufallen, auch wenn sie dank seinen Entdeckungen längst der Vergangenheit angehören sollten. Um diese Schemata zu überwinden - Dinge, die wir nicht mehr anzweifeln, so seltsam, kurios und unbewiesen sie auch sein mögen - bedarf es zunächst der richtigen Fragen. Dr. Henrard hat dies auf seiner Webseite (s.o.) getan! Teilweise nimmt er auch schon Antworten vorweg. Antworten, die die momentan herrschende Schulmedizin mit Sicherheit nicht geben kann. Eventuelle Fehler in der nicht immer einfachen Übersetzung bitte ich zu entschuldigen. Nach dieser kurzen Anmerkung meinerseits nun zum Text von Dr. Henrard:


    THEMEN:
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Ungefährliche Gesundheitsstörungen
- - Krebs
- - Leukämie
- - Multiple Sklerose
- - A.I.D.S.
- - Anatomie, Physiologie
- - Therapien
- - Ansteckung
- - Immunsystem
- - Risikofaktoren und Statistiken
- - Epidemiologie
- - Zusammenfassung und Schlußfolgerungen

Ungefährliche Gesundheitsstörungen

Warum bekommen wir Ekzeme, Sciatica oder diese schmerzhafte Entzündung an der Schulter, die Periarthritis humeroscapularis? Die einfache Tatsache, daß wir davon betroffen sind, scheint schon ein Geheimnis zu sein, aber es kommen noch weitere, genauso legitime Fragen, hinzu. Zuallererst die Frage nach der Bedeutung der Störung: warum so ein Ekzem, eine Sciatica oder eine Periarthritis an der Schulter ein paar Tage, Wochen, Monate oder auch Jahre andauert; oder warum es in unterschiedlichen Abständen Rückfälle gibt. Oder wenn es um Ausschläge geht, die sich überall auf dem Körper ausbreiten können, dann stellt sich die Frage nach der Lokalisation: warum Ekzeme (oder ein Furunkel, eine Warze etc.) im Gesicht, im Brustkorb, auf den Schenkeln oder den Füßen? Warum lokalisiert sich eine Sciatica oder eine Periarthritis in der rechten oder der linken Schulter?

Warum sind von Bronchitis, Magengeschwüren oder Herzinfarkten viel mehr Männer als Frauen betroffen? Husten kann mehrere Ursachen haben: Sekrete aus einer Erkältung, die den Rachen hinunterlaufen, oder Rachenkatarrh, Rachenschleimhautentzündung, Tracheitis, Bronchitis, Lungenentzündung, etc. Kennen Sie viele Männer, die während einer Erkältung ihre Stimme verlieren? Das ist Folge einer Beeinträchtigung der Larynx. Sowohl Männer als auch Frauen haben eine Harnblase, warum findet man Blasenentzündung bei Männern so selten, während sie bei Frauen so häufig vorkommt? Warum sind Frauen weitaus häufiger von von Schilddrüsenerkrankungen betroffen, von Venenentzündungen sowie Darmkrankheiten? Ein kleines Rätsel: warum bekommen Menschen, die als "verrückt" gelten, und innerhalb dieser wohl besonders die Autisten, fast niemals irgendwelche zusätzliche Krankheiten; und warum bekommen die wenigen, die aus ihrer psychischen Krankheit herausfinden, plötzlich wieder Krankheiten wie all die anderen? Diese Tatsache ist unter Psychiatern wohlbekannt.

Krebs
Jahrzehnte der Forschung haben die elementare Frage nicht beantworten können: Warum befällt uns der Krebs eines schönen Tages, und warum gerade dieses Organ? Wir werden uns den Einzelheiten der Konzeption dieser Krankheit noch ausgiebig zuwenden, und um den Ausdruck eines französischen Krebsforschers zu übernehmen, werden wir einen "mittelalterlichen Ansatz" wählen: den des "Teufels". Aber lassen Sie uns kurz bei einer beunruhigenden Charakteristik des "bösartigen" Tumors verweilen. Dieser hat im Gegensatz zum "gutartigen" Tumor die Eigenschaft sich auszubreiten. Das heißt, daß der Primärtumor (auch Muttertumor genannt), der als der originäre Tumor angesehen wird, Zellen dazu befähigt, sich davon abzusondern und stattdessen sog. Sekundärtumore (oder Tochtertumore) zu bilden, die auch Metastasen genannt werden. Dieses Phänomen kann zu generalisiertem Krebs führen.

Wenn man vor einigen Jahren Krebs gehabt hat und nun ein neuer Tumor an anderer Stelle entdeckt wird, mögen sie sehr leicht ex Cathedra von Metastasen sprechen. Das läuft darauf hinaus, daß ein gefährlicher Vorgang (der Tochtertumor) als eine Folge eines anderen Vorgangs (Muttertumor) erklärt wird, der jedoch seinerseits gar nicht verstanden wurde. An dieser Stelle erhebt sich ein Schwall von Fragen hinsichtlich dieses Metastasenkonzepts, ein Konzept, das zu den unantastbaren Grundlagen der Krebswissenschaft gehört. Warum entwickelt ein Krebs in einer Person Metastasen und in einer anderen nicht? Warum Metastasen zu einem bestimmten Zeitabschnitt: im Moment der Entdeckung des Originaltumors, sechs Monate, zwei Jahre oder zehn Jahre später? Warum ein exzellenter Gesundheitszustand während der Jahre, die zwischen Krebs und seinen Metastasen liegt? Warum Metastasen in diesem Organ und nicht in einem anderen? Warum so viele Variationen in der Entwicklung dieser Metastasen? Wie kann eine metastisierende Zelle sich verwandeln, da man durchaus einen Unterschied zwischen den Strukturen des Originaltumors und des Sekundärtumors erkennen kann? Lassen Sie uns diese letzte Frage, die ein wenig komplexer ist, an einem Beispiel illustrieren: Man spricht von Tumoren im Gehirn als Folge eines Lungenkrebses. Die Lungenzellen jedoch haben eine Kopfsteinpflaster-artige (? "pavemented") Struktur (daher der Begriff Epithelioma im medizinischen Jargon) und alle Proben von Hirntumoren zeigen lediglich Zellen mit Glia-Charakter, die eine völlig andere Struktur aufweisen. Aufgrund welchen Wunders kann eine Krebszelle ihre Struktur während ihrer Wanderung ändern?

Leukämie
Leukämie wird allgemein als eine Form von Knochenmarkskrebs eingestuft. Das Knochenmark ist verantwortlich für die Blutbildung. Daher kann das Knochenmark die Blutkörperchen-Zirkulation in den Blutgefäßen enorm antreiben. Die "bösartigen" Blutzellen sind insbesondere die weißen Blutkörperchen oder Leukozyten, daher der Ausdruck "Leukämie" (vom griechischen leukos = weiß). Diese eigentümliche Form von Krebs wird noch weniger verstanden als das Phänomen Krebs im allgemeinen, und wirft weitere Fragen auf (zusätzlich zu denjenigen, die man bei jedem Krebs stellen muß: warum sein Auftreten, seine Entwicklung etc.). Da die bösartigen Zellen sich bei Leukämie im Blut ausbreiten, warum gibt es dann nicht unendlich viel mehr Fälle von Metastasen als bei anderen Krebsarten? Ja, im Gegenteil, es gibt bei Leukämie fast gar keine. Warum entwickelt sich dieser Krebs und wird behandelt und verfolgt nach folgendem eigentümlichem Szenario: man spricht immer von "Remission", wenn die Behandlung die Leukozytenzahl reduziert hat, worauf man einen "Rückfall" erwartet? Warum ist die Situation alarmierend, wenn die Leukozytenzahl zwischen 50 oder 100.000 liegt (Norm: zwischen 4 und 10.000), während die ganz normalen physiologischen Schwankungen der Erythrozyten oder roter Blutkörperchen zwischen 4 und 5,8 Millionen liegen? Oder anders herum, worin kann die Gefahr bestehen, 100 oder 200.000 Leukozyten MEHR zu haben, wenn die Anzahl ALLER Blutkörperchen um mehr also 2 Millionen schwankt? Wir werden den Ursprung und den exakten Mechanismus des Vorgangs erklären, den wir Leukämie nennen.

Multiple Sklerose
Lassen Sie uns den wesentlichen Inhalt einer MS-Diagnose zusammenfassen: Eine Degenerierung des Nervensystems durch Sklerose des Marklagers. Diese Krankheit ist unbekannten Ursprungs, unheilbar, fortschreitend in Schüben, deren Auftreten so unberechenbar und deren Häufigkeit so schwankend ist, daß die Perspektive von Krücken und Rollstuhl innerhalb eines Zeitrahmens, der von der Klassifizierung in mehr oder weniger ernste Formen abhängt, im Raume steht. Diese Klassifizierung ergibt sich aus dem Ausmaß der beobachteten Symptome.

Die Beantwortung einiger wesentlicher Fragen würde diese düstere Situation radikal ändern. Warum bekommt jemand Multiple Sklerose? Was löst einen neuen Schub aus? Warum ist Kortison häufig wirksam, kann aber ebenso die Symptome verstärken? Warum verschlimmert sich der Krankheitsverlauf oft nach der Diagnose? Dieser letztgenannte Umstand ist viel leichter aufzuzeigen, wenn die Diagnose erst lange Zeit nach den ersten Ausbrüchen gestellt wird.

A.I.D.S.
Hier wiederum ist die Diagnose so schwerwiegend, daß wir ihr ein ganzes Kapitel im zweiten Teil dieses Booklets widmen wollen. Fünfzehn Jahre intensivster Forschung brachten keine Antworten für einige Schlüsselprobleme, so daß erneut Fragen nach der Basis dieser sog. erworbenen-Immunschwäche-Theorie auftauchen. Warum steigt die Anzahl der "Langzeitüberlebenden" proportional zur Zeit, die seit der Verkündung der todbringenden Krankheit verstrichen ist? In diesem Sinne: was sind die Gründe dafür, diese Krankheit zu überleben, anstatt daran zu sterben? Was löst den Übergang zwischen einem asymptomatischen Seropositivität und der diagnostizierten Krankheit aus? Warum diese opportunistische Infektion und nicht eine andere? Oder warum beispielsweise ein Kaposi Sarkom, und warum gerade an dieser Stelle des Körpers?

Anatomie, Physiologie
Warum finden wir Magengeschwüre fast ausschließlich am Ausgang des Magens (Magenhöhle und Pylorus [=Schließmuskel am Magenausgang], nicht weit vom Duodenum, man spricht von duodenalem Geschwür], und nicht innerhalb des größten Teils des Magens, im Fundus und der großen Karvatur. Warum ist dieser größte Teil des Magens der Ort für große blumenkohlartige Tumore, die man wiederum niemals am Magenausgang findet, wo man, allerdings seltener, den flachen und ulcerativen Krebs findet?

Und warum gerade dort Ulcera, wo weniger (Magen-)säure ist, statt im Fundus wo es mehr davon gibt? Wenn das Magengeschwür gemeinhin als psychosomatische Krankheit betrachtet wird, warum begrenzt der Streß seine Auswirkung auf ulcerative Veränderungen (z.B. Substanzzerstörung), während Veränderungen, die als weitaus ernster einzustufen sind, wie beispielsweise Magenkrebs, nichts mit einem eventuell sogar stärkeren Streß zu tun haben sollen? Haben die Zellen etwa einen Weg gefunden, sich sogleich vor zu starkem Streß zu schützen, um nur innerhalb des engen Rahmens von ein paar sog. psychosomatischen Störungen beeinträchtigt zu werden?

Brustkrebs wird allgemein als mehr oder weniger hormonabhängig betrachtet (z.B. begünstigt durch weibliche Hormone), der Beweis besteht darin, daß man empfiehlt, empfängnisverhütende Mittel abzusetzen, was oft durch antihormonale Substanzen wie Tamoxifen vervollständigt wird. Aber dann muß man wiederum fragen, was ist der belastende hormonale Einfluß auf Brustkrebs bei einer Frau, die seit zehn oder zwanzig Jahren in der Menopause ist? Warum wird eine Frau in ihrer Menopause von Osteoporose bedroht, wenn man annehmen sollte, daß der Hormonschwund durch Gabe von Hormonen ausgeglichen wird? Und warum ist ein Mann, der von vornherein viel weniger weibliche Hormone hat, nicht demselben Risiko unterworfen? Es konnte aber auch nie gezeigt werden, daß eine gute Knochendichte beim Mann von seinen eigenen männlichen Geschlechtshormonen abhängt. Es ist sogar das Gegenteil der Fall, wenn Knochenmetastasen von Prostatakrebs diagnostiziert werden. Dann werden ihm weibliche Hormone als Therapie vorgeschlagen. Es stimmt, daß die Logik in diesem Fall darin besteht, die aus dem Krebs stammenden Zellen zu bekämpfen, die ja als hormonabhängig gelten. Aber die Fakten bleiben verwirrend: diese Knochenmetastasen aus dem Protatakrebs äußern sich in Form von Entkalkungserscheinungen, von Zerstörung des Knochengewebes, und Testosteron schützt nicht vor diesen Veränderungen. Und schließlich bleibt die grundsätzliche Frage bestehen: Warum der relative Unterschied zwischen den Geschlechtern, was ihren jeweiliger Hormonlevel und ihre Knochenpathologie angeht?

Therapien
Aus therapeutischer Sicht mag man sich fragen, warum zwei Personen, die eine Gesundheitsstörung von derselben Intensität aufweisen, in sehr unterschiedlichen Zeitintervallen behandelt werden müssen. Beispiel: Warum ist die eine Blasenentzündung nach einer Runde Antibiotika geheilt, während die andere zwei oder vier erfordert, weil nach jeder Behandlung ein Rückfall eintritt? Oder ein anderes Beispiel: Ein Hexenschuß kann u.U. in einer einzigen Sitzung bei einem Osteopathen geheilt werden, der beim nächsten Patient aber vielleicht einige Dutzend Mal über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen Behandlungen durchführen muß. Aber dies zielt bereits auf die Frage nach der Intensität der Gesundheitsstörung im allgemeinen. Eine weitere Frage ist jedoch noch kritischer: Wie können Krankheiten mit ungefähr gleicher Erfolgsrate auf soviele unterschiedliche Methoden behandelt werden, z.B. Medikamente der klassischen Pharmazie, homöopathischen Heilmitteln, Akupunkturnadeln, und sogar Magnetismus oder ein Placebo? Könnten diese Methoden etwas gemein haben? Die Antwort ist sehr bedeutsam, da sie viel dazu beitragen könnte, ein Licht auf die Mechanismen der Genesung zu werfen.

Ansteckung
Das Problem der Ansteckung mit infektiösen Krankheiten zieht ebenfalls einen Schwarm von Fragen nach sich, von denen wir uns nur einige wenige repräsentative heraussuchen, repräsentativ für den Mangel an Erklärungen für dieses Phänomen. Warum gilt eine so banale Erkrankung wie Husten als weit ansteckender als viel ernstere Infektionen wie z.B. Bronchitis, Hepatitis oder Tuberkulose? Zu letztgenannter Krankheit: Jemand mag über 20 Jahre in einem Sanatorium gearbeitet haben, einer Umgebung, die sehr reich an Tuberkelbazillen ist, ohne daß er TB bekommt, wohingegen man etliche Tuberkulosefälle auch außerhalb jeglicher begünstigender Umgebung findet. Wir sind ja buchstäblich voll von Milliarden von Keimen in vielen unseren Organen, von denen manche wie z.B. die Darmbakterien, sogar lebensnotwendig sind. Ebenso leben auf unserer Haut, in unserem Hals und unseren Harnwegen, Staphylokokken bzw. Streptokokken bzw. Colon-Bazillen.

Wenn sich eine Infektion in einer dieser Organe manifestiert (Furunkel, Angina, Blasenentzündung), dann finden wir meistens genauso dieselben Mikroben vor, aber in einer viel größeren Zahl; und diese sind es, die wir dann mit Antiobiotika und Antiseptika bekämpfen. Diese Mikroben, die ein ganz normaler Teil von uns sind, vermehren sich plötzlich und richten Schaden an. Warum? Ich weise darauf hin, daß ich über die heimischen Mikroben spreche und nicht über solche, die man weit weg von uns, in Afrika oder Asien findet.

Warum werden nicht alle Personen, die mit einer infizierten Person in Kontakt kommen, auch angesteckt? Und wenn sie es werden, warum gibt es eine solch große Differenz im Ausmaß der Infektion, die sie daraufhin entwickeln? Wie ist bei einer Infektion, die als äußerst ernst gilt, wie z.B. A.I.D.S., häufiger und ungeschützter Geschlechtsverkehr mit einem so verschiedenartigen Schicksal für jeden Partner in Einklang zu bringen: Einer mag an A.I.D.S. sterben, während der andere vielleicht noch nicht einmal seropositiv wird? Beim Versuch, die Ansteckung bzw. Nicht-Ansteckung zu erklären, stoßen wir auf ein sehr ausgeklügeltes Abwehrsystem, das "Immunsystem" genannt wird. Wenn dieses Immunsystem die Antwort auf das Problem der Infektionen sein soll, wie sind merkwürdige Situationen wie die folgenden dann möglich? Bettlägerige Patienten oder solche mit Krebs im Endstadium oder einer anderen schweren Krankheit bleiben monatelang von weiteren Krankheiten verschont (eventuell den ganzen Winter hindurch), während zur selben Zeit andere Personen, die anfangs in exzellentem Gesundheitszustand waren, zwei Anginas, eine Erkältung und die traditionelle Influenza bekommen? In welcher der beiden Gruppen würden wir erwarten, das stärkere Immunsystem vorzufinden?

Wie erklärt man schließlich das gewagte Experiment, das um 1900 von Metchenikoff in Frankreich und Pottenkoffer in Deutschland durchgeführt wurde? Diese Forscher und ihre Teams nahmen Kulturen von Keimen in ihrem Körper auf, die von Patienten stammten, welche an Cholera gestorben waren. Tatsächlich fand man riesige Mengen an Keimen (Cholera Vibrio) in ihren Exkrementen, aber keiner von ihnen bekam die Krankheit!

Das Geheimnis der Ansteckung kann in zwei Fragestellungen zusammengefaßt werden: Was ist die wirkliche Beziehung zwischen dem Immunsystem und der infektiösen Krankheit? Existiert ein zuverlässiges Kriterium, das nicht ein einfaches Risiko, sondern die Realität einer nachfolgenden Ansteckung bestimmen (voraussagen) kann?

Immunsystem
Das Immunsystem, das gemeinhin als unser Abwehrsystem gegen unsere lebenslangen mikrobiellen Feinde beschrieben wird, seine Eigentümlichkeichkeiten und seine Pathologie, wirft auch heute noch zahlreiche Fragen auf. Allergien werden als Störung dieses Systems angesehen, die zu einem Zuviel an Substanzen wie Histaminen führt, folglich die Zuflucht zu Antihistaminen, die zu den verschiedensten Beschwerden führen. Diese biologischen Vorgänge sind gut bekannt, aber die Frage liegt anderswo. Tierhaare, Nahrungsmittel, Pollen, Milben und verschiedene andere Elemente haben sich über die Jahrtausende gar nie verändert; sie sind Teil der Natur und für die meisten von uns harmlos. Die Allergie beginnt trotzdem zu einer ganz bestimmten und persönlichen Zeit in unserem Leben, und pflanzt sich dann fort. Die Veränderung mag demnach nur in uns selbst stattfinden: Was macht uns eines Tages allergisch, und warum gerade auf dieses bestimmte Element? Was schlimmer ist: Warum kann dieses Abwehrsystem sich gegen unsere Organe richten und diese zerstören? Das ist das weite Feld der sog. Autoimmunerkrankungen in seiner vollen Breite. Wenn es als eine Krankheit des Immunsystems betrachtet wird, was ist der Ursprung dieser plötzlichen Veränderung der Natur, die zur Selbstzerstörung führt? Und warum die Selbstzerstörung eines bestimmten Organs und nicht eines anderen? Warum haben Impfstoffe niemals erfolgreich das Auftreten derjenigen Krankheiten, gegen die sie gerichtet waren, zurückdrängen können? (Ich habe diese Information von den offiziellen WHO Statistiken, aber auch aus eigenen Studien unter Berücksichtigung des Verlaufs vor dem Start der Impfkampagnen.)

Risikofaktoren und Statistiken
Da die (Schul-)Medizin keinen präzisen Grund für eine Krankheit kennt, greift sie häufig auf zwei Elemente zurück, die zwar keine Erklärung bieten, aber auf verschiedene Einflüsse abstellt: Die "Risikofaktoren" und die Statistik. Beide Elemente jedoch sind Quellen weiterer Fragen. Was das Konzept der Risikofaktoren angeht, lassen Sie uns den weitverbreiteten Fall von Brustkrebs heranziehen. Beispielsweise soll eine Frau, deren Mutter, Tante und eine ihrer Schwestern von dieser Krankheit betroffen waren, einem erhöhten Risiko ausgesetzt sein. Was geschieht folgerichtig: Anordnung wiederholter Untersuchungen, die immer fortdauernde Sorge, und aktuell sogar Projekte mit Einnahme anti-hormonaler Substanzen (wie Tamoxifen) nur zur Prävention. Aber die richtige Frage lautet: Was ist das zuverlässige Risikokriterium, da diese Frau und ihre anderen Schwestern ja nicht notwendigerweise denselben Krebs entwickeln werden?

Was die Statistiken angeht: Der Fall von Lungenkrebs ist so bekannt, daß man häufig von ihm als "Krebs der Rauchers" spricht. Was auch immer die Statistik, von der wir wissen, daß es darauf ankommt, wie man sie interpretiert, die wirkliche Frage für den Patienten ist, welches Kriterium sein Leben bestimmen wird. Wird er innerhalb der 60 - 70%-Risikogruppe eingestuft werden, und falls ja, sind es für ihn vielleicht 100% - oder gehört er zu den 30 - 40%, die dem Krebs entrinnen, was einem Risiko von 0% entspricht. Man kann die Frage auch anders stellen: Warum so viele Lungenkrebsfälle bei Nichtrauchern, und warum so viele Raucher, die diesen Krebs niemals bekommen werden? Aufgrund einer eisenharten Erklärung für diese Krankheit werden wir sehen, daß alle Brust- oder Lungenkrebsfälle jeweils einen bestimmten auslösenden Faktor haben; und zwar unabhängig von den den Familiengeschichte und seinen Rauchgewohnheiten.

Epidemiologie
Epidemiologie befaßt sich mit den verschiedenen Faktoren, die mit dem Auftreten von Krankheiten zusammenhängen: Altersgruppen, geographische Verteilung, sozio-ökonomische Bedingungen, etc. Aber diese Ergebnisse sind im wesentlichen statistischer Natur und können die gemachten Beobachtungen nicht erklären. Warum gibt es in unseren westlichen Gesellschaften einen solchen Anstieg von Brustkrebs, während der Gebärmutterkrebs zurückgeht? Und nochmals zu A.I.D.S.: Warum bekommt nur ein vernachlässigbarer Prozentsatz von infizierten Ärzten bzw. anderen Personen im Gesundheitswesen hinterher auch tatsächlich A.I.D.S. ? Warum gibt es innerhalb der großen Vielfalt von Symptomen, die dieser Krankheit zugeschrieben werden, ein sehr unterschiedliches Vorkommen dieser Symptome je nach Weltregion, "Risikogruppe" oder Lebensstil? Epidemiologie führt nur zu konkreten Fragen: Warum ist eine bestimmte Pathologie in einer bestimmten Altersgruppe dominierend, warum eine größere Häufigkeit in einer bestimmten Region, etc.?

Zusammenfassung und Schlußfolgerungen
Man könnte die Liste der "Warums" (wieviele haben Sie bisher gezählt?) auf sämtliche Gesundheitsprobleme ausdehnen. Man könnte sich Gedanken machen über all diese Krankheiten, beginnend bei der Erkältung, einer Tendinitis oder Hämorrhoiden bis hin zu den schwersten Fällen von metastisierenden Krebsformen oder zu starken Behinderungen führenden Multiplen Sklerose, und all den Krankheiten, die dazwischen liegen, wie Schuppenflechte, Polyarthritis, Asthma, Diabetes, Herzinfarkten oder Größenwahn (Psychose). Man könnte die Zusammenhänge und die Basis all dieser Theorien, Hypothesen, Risikofaktoren usw. sortieren und beschreiben. Aber dies würde nur zu einem Buch voller Fragen führen, wohingegen das Ziel des vorliegenden kleinen Werks darin besteht, die Grundlagen für ein Werkzeug zu legen, das Antworten ermöglicht.

Die Erklärungen sind wichtig, und die Patienten wünschen sie zu erhalten. Eine nicht-bösartige Beeinträchtigung mit ihren Symptomen schafft bereits ein Gefühl der Unbehaglichkeit: Warum hat man sich eine Erkältung oder eine Influenza von einer bestimmten Person "eingefangen" und nicht von einer anderen, die ihn besucht hat? Warum jetzt, wo man doch vor ein paar Monaten von viel stärkerer Abgeschlagenheit gelitten hat? Wie lang wird das Rheuma dauern, das sie zu lindern versprochen hatten, über dessen Dauer sie aber keine Antwort zu geben vermochten? Mit dramatischen Diagnosen kommt häufig Angst zu den Plagen der Behandlung dazu. Man hat schon genug unter einem Krebs gelitten und eine jahrelange harte Therapie hinter sich. Und jetzt werden anderswo Metastasen entdeckt. Wofür ist all das gut, was man durchgestanden hat, wenn alles immer und immer wieder von neuem beginnt und immer schlimmer wird? Und niemand weiß, ob die Zeitbombe nicht später wieder hochgeht.

Den Ursprung ihrer Krankheit zu verstehen, die Natur und die Entwicklung ihrer Manifestationen, hilft den Patienten, besser mit ihren Beschwerden umzugehen. Die Krankheit wird davon nicht automatisch beseitigt, aber das Bedürfnis einen Sinn darin zu finden, womit man in dieser Periode des physischen Leidens leben muß, ist genauso ein Imperativ (wenn nicht mehr), als diese ganz normale Suche nach einem Sinn, die ein generelles Charakteristikum des menschlichen Daseins ist. Wir werden sehen, daß das Verständnis von Krankheit an die Stelle ihres Verhängnisses treten kann, ihre Entwicklung beeinflussen kann, was die Aussichten und die Hoffnung bemerkenswert verbessert, wo bisher immer nur das Schicksal willkürlich zuzuschlagen schien.

Laßt uns bescheiden bleiben: Das Erklärungssystem, das wir hier entwickelt haben, wird eine gute Antwort auf alle Fragen dieser Einführung geben, aber es ist keine erschöpfende Antwort für alle Probleme des Leidens und des Todes. Diese "Suche", wie alle wichtigen Sinnfragen des Lebens (die klassischen sind "wer sind wir", "wo kommen wir her", "wo gehen wir hin", "gibt es einen freien Willen", etc.) gehen weiter über den Rahmen unserer Absicht hinaus, die nicht darin bestand, ein Essay über Philosophie oder Metaphysik zu verfassen. Unser Ziel wird erreicht sein, wenn der Leser in diesem Booklet all die Hilfe findet, die durch befreiende Informationen vermittelt werden kann.

Copyright Dr. Michel Henrard, 1997

Booklet mit allen Antworten auf diese Fragen liegt bisher nur auf
Englisch und
Französisch (= Original) vor.

Einleitung des Booklets

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